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Einachsige Lineareinheiten für Bewegung in der linearen Dimension
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Gewünschte Geschwindigkeit
(in m/s)

0,10,415

Welche Last soll bewegt werden?
(max. 40 kg)

Wie genau soll das System sein?

 0,025 mm
 0,1 mm
 0,4 mm



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708-42 | PWM-Ausgang bei Xemo

Zusammenfassung

Bei manchen Geräten oder Aktoren bietet es sich an, die Bestromung nicht konstant mit 24V vorzunehmen, um die Verlustleistung zu reduzieren. So können z.B. Magnetventile oder Hubmagneten in der Regel über eine pulsweiten modulierte Ansteuerung sicher und mit deutlich niedriger Erwärmung betrieben werden.

 

Voraussetzung

  • Xemo-R oder Xemo-S Steuerung mit maximal 3 Motorendstufen
  • Betriebssoftware >=1.60

Ausgangssituation

Im Normalbetrieb stehen an den Xemo-Steuerungen nur konstant bestromte 24V-Ausgänge zur Verfügung. Setzt man in einer Xemo-Steuerung jedoch nicht alle vier Schrittmotorendstufen ein, so kann man mit den achszugehörigen freien Bremsausgängen einen oder mehrere PWM-Ausgänge nachbilden.

 

Vorgehen

Für eine nicht benötigte Achse wird der Bremsausgang definiert, auf dem z.B. ein Magnetventil im PWM-Betrieb angeschlossen werden soll. Sodann werden die PWM-Frequenz und das Ein-Ausschaltverhältnis sowie die 100%-Einschaltzeit bei Aktivieren des Ausganges gesetzt. In diesem Zusammenhang wird auch die nicht benötigte Verzögerungszeit für die Endstufenbestromung auf 0 gesetzt. Über das Motorstromkommando der nicht benötigten Achse kann dann der Ausgang ein und ausgeschaltet werden.

 

Beispiel

Im Beispiel soll der Ausgang 7 der Xemo-internen digitalen Ausgänge als PWM-Ausgang mit 100Hz und 40/60 Tastverhältnis betrieben werden. Für die Ansteuerung wird der Bremsausgang der nicht vorhandene Achse 3 genutzt.

Über drei Unterprogramme lässt sich der Ausgang bedienen. Zu Anfang muss im Rahmen der Systeminitialisierung „inti_pwm“ der PWM-Ausgang zugeordnet und die PWM eingestellt werden.

Die anderen beiden Unterprogramme „pwm_on“ und „pwm_off“ schalten das Magnetventil ein bzw. aus. Wer möchte, kann auf die Unterprogramme verzichten, und gleich das entsprechende Bestromungskommando aufrufen. Dadurch verzichtet man jedoch auf eine gute Lesbarkeit des Programms.

 

Coding


sub pwm_on
// PWM-Ausgang setzen bzw. Magnetventil ein
aset(3,_current,100)
end sub


sub pwm_off
// PWM-Ausgang rücksetzen bzw. Magnetventil aus
aset(3,_current, 0)
end sub

sub init_pwm
aset(3,_current,0)
// Ausgang inaktiv
aset(3,_brakeoutp,ioaddr(10.7))
// Ausgang 7 (STV X18) als PWM-Ausgang
set(_bkpwmcycle,10)
// 10mSek. Zyklus bzw. 100Hz PWM-Frequenz
set(_bkpwmduty,40)
// Tastverhältnis 40% aus, 60% ein
aset(3,_brkdelay1,0)
// kein Delay für Stromaufbau Endstufe „3“
aset(3,_brkdelay2,500)
// volle Bestromung über 500mSek.
end sub

Hinweis

PWM-Zykluszeit und PWM-Tastverhältnis können bei laufender PWM innerhalb der zulässigen Werte verändert werden, um z.B. über ein Anzeigeleuchte verschiedene Informationen abzugeben.

Über Veränderungen des Tastverhältnisses kann z.B. ein Heizelement gesteuert oder bei Nutzung Thermofühlers und eines Analogeinganges geregelt werden.