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(max. 40 kg)

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714-42 | Probleme mit Näherungsschaltern in DriveSets

Zusammenfassung

DriveSets werden betriebsbereit geliefert. Dennoch kann es hier bei sorgsamer Fertigung Probleme mit den verwendeten Näherungsschaltern bzw. deren Funktion geben. Meist wird ein Problem mit einem oder mehreren Näherungsschaltern einer Achse bei der Referenzfahrt entdeckt. Die Referenzfahrt wird gar nicht erst begonnen oder es treten merkwürdige nicht erklärbare Effekte auf, die eine korrekte Referenzfahrt verhindern.

 

Ursache

Liegt kein elektrisches Problem in der Steuerung bzw. auf einer Achskarte vor und sind die Kabelverbindungen vom Näherungsschalter bis zur Steuerung einwandfrei, so kommt nur der Schalter selbst oder das Zusammenspiel mit der Belegfahne oder dem Kontaktband in Frage.

 

Erklärung

Die Näherungsschalter reagieren auf metallische bzw. ferromagnetische Werkstoffe. Tritt ein solch beschaffener Körper in das Sensorfeld und ist der Abstand zu Oberfläche nah genug, so schaltet der Näherungsschalter. Die in den DriveSets verwendeten Miniatur-Näherungsschalter arbeiten bei einem maximalen Schaltabstand von 1,5 mm zur Belegfahne bzw. dem Belegstreifen noch zuverlässig.

Werkseitig werden die Schaltabstände von Systec auf ca. 0,8 mm bis 1,2 mm justiert, um einerseits genug Abstand zum auslösenden Kontaktband zu haben und andererseits noch deutlich unterhalb des zulässigen Schaltabstandes von 1,5 mm zu bleiben.

 

Fehlereingrenzung

Durch äußere Umstände könnte sich der Abstand der Näherungsschalter verändern und damit die Funktionssicherheit bzw. Reproduzierbarkeit beeinflussen.

Die Funktion der Näherungsschalter kann wie folgt überprüft werden:


  1. Das Xemo-System ausschalten und den Schlitten der Achse in die Mitte schieben, so dass er auf keinem Näherungsschalter steht. Dies ist nur bei Zahnriemen-Achsen ohne Bremse möglich (*).
  2. Den Betriebsartenschalter der Xemo-Steuerung auf Stellung "F" drehen.
  3. Die Steuerung seriell mit einem PC verbinden.
  4. Die Steuerung und den PC einschalten.
  5. Das Programm Xemo!Go starten oder MB5 öffnen und dort die Schaltfläche mit dem „X“ betätigen.


Nun wird eine Maske mit den System- bzw. Achsstatus angezeigt. Unter den Spalten für die einzelnen Achsen 0 bis 3 werden in der letzten mit "In" beschrifteten Zeile die Achs-Eingänge dargestellt:

 

3: Betriebsbereit (intern erzeugt, kein Eingang)
2: Referenzschalter nicht belegt
1: Endschalter + nicht belegt
0: Endschalter - nicht belegt

Solange die Kinematik nicht bewegt wird und kein Näherungsschalter belegt ist, dürfen sich die Eingänge 0 bis 2 nicht ändern und man sollte im Statusfeld der Achse "3210" sehen. Die drei gelben LEDs auf der Fronplatte der Achs-Baugruppe müssen leuchten, ebenso die im Näherungsschalter integrierte LED (z. T. einbaubedingt nicht immer sichtbar).

Wenn man jetzt z.B. mit einem Schraubendreher die Näherungsschalter am blauen Kreis (bei den schwarzen Typen am geprägten Zielkreis) belegt, erscheint an der Stelle der Ziffer ein "Unterstrich". Auch muss die entsprechende gelbe LED auf der Frontplatte der Achs-Baugruppe dunkel werden. Wenn sich dies bei allen drei Schaltern erreichen lässt, liegt erst einmal kein elektrischer Defekt vor. Es sind dann die Kabel bzw. die Schraubklemmen und der sichere Sitz der Steckverbinder zu prüfen.

 

Solange die Kinematik nicht bewegt wird und kein Näherungsschalter belegt ist, dürfen sich die Eingänge 0 bis 2 nicht ändern und man sollte im Statusfeld der Achse "3210" sehen. Die drei gelben LEDs auf der Fronplatte der Achs-Baugruppe müssen leuchten, ebenso die im Näherungsschalter integrierte LED (z. T. einbaubedingt nicht immer sichtbar).

Wenn man jetzt z.B. mit einem Schraubendreher die Näherungsschalter am blauen Kreis (bei den schwarzen Typen am geprägten Zielkreis) belegt, erscheint an der Stelle der Ziffer ein "Unterstrich". Auch muss die entsprechende gelbe LED auf der Frontplatte der Achs-Baugruppe dunkel werden. Wenn sich dies bei allen drei Schaltern erreichen lässt, liegt erst einmal kein elektrischer Defekt vor. Es sind dann die Kabel bzw. die Schraubklemmen und der sichere Sitz der Steckverbinder zu prüfen.

 

Jetzt können die Schaltabstände (Vorgabe 0,8 bis 1,2 mm) zwischen Schaltern und Metallband am Schlitten geprüft werden, in dem man die Achse per Hand verschiebt und die Eingänge in der PC-Maske beobachtet. Belegt die Fahne bzw. das Kontaktband am Schlitten einen Näherungsschalter, so muss wie beim Test mit dem Schraubendreher die Ziffer auf "Unterstrich" umspringen. Tritt dies nicht ein, so ist in der Regel der Schaltabstand falsch bzw. zu groß.

 

Abhilfe

Sollte der Schaltabstand verstellt sein, so kann dies sehr einfach durch Lösen von zwei Schrauben und dem Nachjustieren (Verschieben) des Näherungsschalters korrigiert werden.

(*) Achsen mit Spindel und oder Bremse

In diesen Fällen muss die Achse elektrisch verfahren werden. Vor Einschalten der Xemo-Steuerung muss der Betriebsartenschalter auf „F“ gestellt werden, damit keine eingespeicherte Anwendung gestartet wird.

Das Programm Xemo! Go wird gestartet oder MB5 geöffnet und dort die Schaltfläche mit dem X betätigt. Nun wird das Feld Kommando-Eingabe angewählt und dort z.B. für die x-Achse der Befehl

aset(_x,_ldecel,0)


eingeben, um die Überwachung der Endschalter abzuschalten. Für die anderen Achsen geschieht dies in Analogie durch die Achsbezeichner „_y“, „_z“ und „_a“.

Jetzt wird in der Spalte für die Achse im Feld „Current“ der Motorstrom in % des Maximalwertes (1,5 A oder 3 A je nach Endstufe) eingegeben. In der Regel kann ein ganz kleiner Strom gewählt werden (30% bis 50 %) d.h. es wird ein Wert zwischen 30 und 50 in dieses Feld eingegeben.

 

Bei Achsen mit Bremse muss über die Schaltfläche „Digitale E/A“ der Ausgang angeklickt werden, an dem die Bremse angeschlossen ist, bevor die Achse verfahren oder verschoben werden kann. Das entsprechende Kästchen wechselt von grau auf schwarz und die Bremse müsste bestromt werden.

 

Über die Handsteuerung im Menü kann nun die Achse so verfahren werden, dass kein Näherungsschalter mehr belegt ist.

 

Zum Schluss muss die Schaltfläche „Reset“ betätigt werden, um die Steuerung in einen neutralen Zustand zu versetzen.